Stellen Sie sich einen großen, natürlichen See vor. Er sammelt alles, was in ihn hineinfließt – Bäche, Regen und Abflüsse – ohne den Inhalt zu filtern oder zu ordnen. In der Datenwelt funktioniert ein Data Lake genauso: Er dient als Speicher für rohe, unverarbeitete Daten aus unterschiedlichsten Quellen. Anders als herkömmliche Speichersysteme erfordert er keine Formatierung oder Strukturierung der Daten vor der Ablage.
Vielleicht haben Sie schon vom Data Lakehouse gehört und denken, es sei dasselbe wie ein Data Lake – doch es gibt einen wesentlichen Unterschied. Ein Data Warehouse ist, vereinfacht gesagt, ein Datenspeicher: Er enthält große Mengen bereits verarbeiteter Daten. (Dazu gleich mehr!) Während ein Data Lake Rohdaten speichert, vereint ein Data Lakehouse die Flexibilität eines Data Lakes mit den strukturierten Möglichkeiten eines Data Warehouse – eine hybride Lösung.
Data Lakes sind ideal, wenn Sie verschiedene Datentypen speichern müssen – strukturierte Daten wie Kundendatensätze und unstrukturierte Daten wie Videos, IoT-Sensorströme oder Social-Media-Beiträge. Sie sind außerdem für Advanced Analytics optimiert, etwa für Machine Learning und Predictive Modeling, da Analyseteams direkt auf Rohdaten zugreifen können – ganz ohne aufwendige Vorverarbeitung.