Eine langfristige Beziehung zu Ihren E-Mail-Empfängern aufzubauen und zu pflegen ist entscheidend für erfolgreiches Marketing. Aber wie gestalten Sie diese Beziehung so, dass sie dauerhaft trägt? Wir schauen uns das genauer an.
Der Posteingang ist das Ziel, das im E-Mail-Marketing über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wer hier landet, hat gewonnen. Beim Versand an große Zielgruppen müssen Unternehmen zahlreiche Regeln beachten, die Nutzer vor Spam schützen sollen. Eine durchdachte Strategie zur E-Mail-Zustellbarkeit ist daher der Schlüssel dazu, dass Ihre Nachrichten gelesen und geöffnet werden.
Werfen wir einen Blick auf die Faktoren, die die E-Mail-Zustellbarkeit beeinflussen, und auf die Best Practices, mit denen Sie sicherstellen, dass Ihre E-Mails ihr Ziel erreichen.
E-Mail-Zustellbarkeit bezeichnet die Fähigkeit, E-Mails erfolgreich in den Posteingang Ihrer Abonnenten zuzustellen. Sie ist zugleich eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Effektivität von E-Mail-Marketing und des Subscriber Engagements.
Eine hohe E-Mail-Zustellbarkeit ist entscheidend, denn sie beeinflusst direkt Ihre Chancen auf mehr Kundenbindung und sorgt langfristig für eine positive Absenderreputation. Das Ziel einer guten E-Mail-Zustellbarkeit ist es, den Posteingang zu erreichen: durch weniger Spam-Markierungen, niedrigere Bounce-Raten und ein effektives Beschwerdemanagement.
Das mag alles zutreffen, doch ganz ohne Herausforderungen ist es dennoch nicht. Die bekannten Mailbox-Provider (MBPs) Yahoo und Gmail haben kürzlich neue Maßnahmen angekündigt, um Spam besser aus den Posteingängen der Nutzer fernzuhalten. Für Massen-E-Mail-Versender gelten damit neue Anforderungen an die Domain-Validierung. Beim Aufbau Ihrer Versandsysteme sollten Sie die Vermeidung des Spamfilters daher stets im Blick behalten.
„Eine Conversion folgt auf einen Klick, ein Klick folgt auf eine Öffnung, eine Öffnung folgt auf die Zustellung“, sagt Tim Kauble, Senior Director of Deliverability & Compliance Operations bei Salesforce. „Wer die Zustellung optimiert, maximiert automatisch seine Chancen auf ROI.“
Welche Faktoren beeinflussen die E-Mail-Zustellbarkeit?
Ihre E-Mail-Zustellbarkeit hängt davon ab, wie Sie Ihren Nachrichtenzyklus einrichten, vernetzen und pflegen. Schauen wir uns die vielen Faktoren an, die beeinflussen, ob Ihre E-Mails den Posteingang Ihrer Abonnenten erreichen.
Der wichtigste Faktor? Ihr Ruf. Spam mag niemand. Als seriöser Absender konformer E-Mails anerkannt zu werden, erfordert die Einhaltung bestimmter Authentifizierungsprotokolle:
SPF (Sender Policy Framework)
SPF ist eine E-Mail-Authentifizierungsmethode, mit der Domain-Inhaber festlegen können, welche Mailserver berechtigt sind, E-Mails in ihrem Namen zu versenden. Dazu wird ein DNS-Eintrag (Domain Name System) veröffentlicht, der die autorisierten Mailserver auflistet.
DKIM (DomainKeys Identified Mail)
DKIM ist ein E-Mail-Authentifizierungsverfahren, das dem Header einer E-Mail eine digitale Signatur hinzufügt. Diese Signatur wird mit einem privaten Schlüssel der Absenderseite erstellt und kann von Empfängern mithilfe eines öffentlichen Schlüssels überprüft werden, der in den DNS-Einträgen der Absenderseite veröffentlicht ist. DKIM hilft dabei, die Integrität und Echtheit der E-Mail zu verifizieren.
DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance)
DMARC ist ein E-Mail-Authentifizierungs- und Reporting-Protokoll, das auf SPF und DKIM aufbaut. Es ermöglicht Domain-Inhabern, Richtlinien festzulegen, die bestimmen, wie Empfängerserver mit E-Mails umgehen sollen, die die Authentifizierung nicht bestehen. Darüber hinaus bietet DMARC Reporting-Mechanismen, über die Domain-Inhaber Feedback zu den Authentifizierungsergebnissen ihrer E-Mails erhalten.
Wenn Sie mehr als 100.000 E-Mails pro Monat versenden (ob über ein einzelnes Konto oder unternehmensweit), benötigen Sie eine dedizierte IP-Adresse. So behalten Sie die Kontrolle über den Ruf Ihrer Absender-IP(s). Bei besonders hohem Versandvolumen können mehrere dedizierte IPs erforderlich sein.
Das Management Ihrer IP- und Domain-Reputation spielt eine entscheidende Rolle für die E-Mail-Zustellbarkeit. Eine positive Absenderreputation signalisiert Mailbox-Providern (MBPs), dass der Absender seriös und vertrauenswürdig ist, was die Chancen auf eine erfolgreiche Zustellung erhöht. Eine schlechte Reputation kann dazu führen, dass E-Mails gefiltert, nicht zugestellt oder als Spam markiert werden.
Ihre Absenderreputation wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Wenn Sie beispielsweise auf Permission-based Sending setzen, bei dem Ihre Abonnenten sich aktiv für den Empfang entschieden haben, schaffen Sie Vertrauen – sowohl bei den Empfängern als auch bei den Mailbox-Providern (MBPs).
Wer seine Zielgruppe regelmäßig anspricht, trifft eher deren Erwartungen und Interessen. Authentifizierungsprotokolle (SPF, DKIM und DMARC) sorgen für zusätzliche Sicherheitsebenen und stärken so Ihre Absenderreputation. Um diese zu schützen, sollten Sie Missbrauchsmeldungen Ihrer Mailbox-Provider (MBPs) schnell prüfen und umgehend handeln.
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Wie sollten Sie die E-Mail-Zustellbarkeit testen und überwachen?
Außerdem sollten Sie sich mit den verfügbaren Tools zum Testen und Überwachen Ihrer E-Mail-Zustellbarkeit vertraut machen. So liefern beispielsweise GlockApps
, Sender Score
und 250ok
wertvolle Einblicke darin, wie E-Mails von Spamfiltern und Mailbox-Providern (MBPs) behandelt werden.
Tools wie Litmus
und Email on Acid
sind E-Mail-Vorschaudienste, mit denen Sie E-Mail-Inhalte in verschiedenen E-Mail-Clients, auf unterschiedlichen Geräten und in verschiedenen Browsern testen können. Dienste wie SpamAssassin
und IsNotSpam
simulieren das Verhalten von Spamfiltern und helfen dabei, potenzielle Probleme im E-Mail-Inhalt zu erkennen.
MBP-Feedback-Loops (FBLs) sind Mechanismen, mit denen Abonnenten in ihrem E-Mail-Client auf „Spam melden“ oder „Dies ist Spam“ klicken können, um ihrem MBP mitzuteilen, dass eine bestimmte E-Mail unerwünscht ist. Wenn Sie Feedback-Loops abonnieren, werden Sie bei Beschwerden von Abonnenten automatisch benachrichtigt.
Eine Seed-E-Mail-Adresse ist eine festgelegte E-Mail-Adresse, die ausschließlich zu Test- und Überwachungszwecken genutzt wird. Durch den Einsatz von Seed-E-Mail-Adressen bei verschiedenen MBPs lassen sich Inbox Placement und Darstellung überprüfen und so Rückschlüsse auf die Zustellbarkeit ziehen.
Jetzt, wo Sie mit den richtigen Tools ausgestattet sind: Wie testen Sie die Zustellbarkeits-Performance Ihrer E-Mails?
Die Analyse von Key Performance Indicators (KPIs) ist entscheidend für langfristigen Erfolg bei der E-Mail-Zustellung. Behalten Sie Kennzahlen wie Klickraten, Bounce-Raten und Spam-Beschwerden im Blick. Achten Sie außerdem auf Sender Score und Inbox Placement Rate.
Wenn Zustellbarkeitsprobleme auftreten, analysieren Sie die Ursache und ergreifen Sie Maßnahmen. Liegt es am Inhalt? An der Authentifizierung? Oder an Ihrer Absenderreputation? Tools wie Google Postmaster Tools
und Microsoft SNDS
geben Ihnen wichtige Einblicke. Diese Dashboards der jeweiligen MBPs zeigen das Versandvolumen auf ihrer Plattform und geben an, wie ein Absender in Bezug auf eine bestimmte Domain oder einen bestimmten MBP „bewertet“ wird.
Optimieren Sie Ihre Inhalte, indem Sie Ihre Abonnentenliste bereinigen, Authentifizierungsprobleme beheben und Beschwerden nachgehen. Trends oder Anomalien in Ihren Kennzahlen zu erkennen und mit Branchen-Benchmarks zu vergleichen, ist eine kontinuierliche Aufgabe. Wer seine E-Mail-Zustellbarkeit laufend im Blick behält und die nötigen Anpassungen vornimmt, erzielt langfristige Verbesserungen.
Was sind vier Best Practices zur Verbesserung der E-Mail-Zustellbarkeit?
E-Mails abzubestellen, die man nie angefordert hat, ist lästig und zeitraubend. Wer die Präferenzen seiner Abonnenten respektiert und die Listenpflege ernst nimmt, schafft echten Mehrwert und verbessert die Zustellbarkeit. So geht's:
Halten Sie Ihre E-Mail-Liste sauber. Holen Sie die Einwilligung Ihrer Abonnenten über transparente Opt-in-Verfahren ein. Mit einem Double-Opt-in stellen Sie zusätzlich sicher, dass nur echte Anmeldungen in Ihre Liste aufgenommen werden. Entfernen Sie regelmäßig inaktive oder nicht zustellbare E-Mail-Adressen. Ergänzend dazu können Sie Re-Engagement-Kampagnen für inaktive Abonnenten einsetzen.
Liefern Sie relevante und personalisierte Inhalte. Gestalten Sie ansprechende Betreffzeilen und E-Mail-Inhalte, zum Beispiel mithilfe von A/B-Tests, um herauszufinden, was Ihre Zielgruppe anspricht. Nutzen Sie Segmentierungsstrategien, um Nachrichten auf bestimmte Zielgruppensegmente zuzuschneiden, basierend auf deren Verhalten. Künstliche Intelligenz (KI) kann Sie dabei wirkungsvoll unterstützen.
Richten Sie ein Präferenzcenter ein. Dort können Abonnenten selbst festlegen, welche Art von E-Mails sie erhalten möchten und wie häufig. Wer seiner Kundschaft die Kontrolle über die eigene Kommunikation überlässt, baut nachhaltiges Vertrauen auf.
Übertreiben Sie es nicht. Gehen Sie sparsam mit übermäßig werblicher Sprache um, und setzen Sie sie nicht zu häufig ein. Das bedeutet auch: Bringen Sie Text und Bilder in eine ausgewogene Balance, und machen Sie den Abmeldelink gut sichtbar und leicht auffindbar. (Das Prinzip gilt für alles Genannte: Zu viel von irgendetwas kommt nie gut an, besonders wenn E-Mails zu lang oder zu häufig sind.)
Nutzen Sie Marketing Cloud, um dauerhafte Beziehungen zu knüpfen und Ihr Wachstum zu stärken.
Einheitliche Profilen und Analysen beschleunigen die Datennutzung. Vertrauenswürdige KI sorgt dafür, dass Sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg intelligentere Kampagnen bereitstellen können. Personalisieren Sie Ihren Content und Ihre Angebote an jedem Touchpoint.
Welche Tools und Dienste gibt es für die E-Mail-Zustellbarkeit?
Tools und Dienste für die E-Mail-Zustellbarkeit bieten Funktionen zur Überwachung der Absenderreputation, zur Analyse von E-Mail-Inhalten auf mögliche Spam-Auslöser, zur Überprüfung von Authentifizierungsprotokollen (SPF, DKIM, DMARC) sowie zur Auswertung der Inbox Placement Rate.
Achten Sie bei der Wahl eines E-Mail-Service-Providers (ESP) auf eine nachgewiesene Erfolgsbilanz bei der Sicherstellung hoher Zustellraten. Relevante Kriterien sind zuverlässige Authentifizierungsprotokolle, die Möglichkeit dedizierter IP-Adressen sowie umfassende Analyse-Funktionen zur Überwachung und Verbesserung Ihrer Absenderreputation.
E-Mail-Zustellbarkeit ist ein kontinuierlicher Prozess. Behalten Sie sie im Blick, und Ihr ESP – ganz zu schweigen von Ihrer Zielgruppe – wird es Ihnen danken.
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E-Mail-Zustellbarkeit bezeichnet die Fähigkeit einer E-Mail, den Posteingang von Abonnenten erfolgreich zu erreichen, ohne im Spam-Ordner zu landen oder von Internetdienstanbietern (ISPs) blockiert zu werden.
Eine hohe Zustellbarkeit stellt sicher, dass Marketingbotschaften von der Zielgruppe wahrgenommen werden, und maximiert so die Wirksamkeit von Kampagnen sowie den Schutz von Absenderreputation und ROI.
Zu den relevanten Faktoren zählen Absenderreputation, Qualität der E-Mail-Inhalte, Engagement der Empfänger, Listenpflege, Authentifizierungsprotokolle (SPF, DKIM, DMARC) sowie Bounce-Raten.
Indem sie E-Mail-Listen regelmäßig bereinigen, relevante Inhalte versenden, Spam-Trigger-Wörter vermeiden, neue IPs schrittweise einwärmen, Authentifizierung implementieren und Engagement-Metriken im Blick behalten.
Die Absenderreputation (basierend auf dem bisherigen Sendeverhalten) und die IP-Reputation sind entscheidend. Eine gute Reputation signalisiert ISPs Vertrauenswürdigkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass E-Mails im Posteingang landen.
Hard Bounces sind dauerhafte Zustellungsfehler (z. B. ungültige E-Mail-Adresse), die eine Entfernung aus der Liste erfordern. Soft Bounces sind vorübergehende Probleme (z. B. ein voller Posteingang), die sich möglicherweise von selbst lösen.
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