Mit gewissermaßen geringem Aufwand ein gleichsam großes Bewusstsein schaffen – nach Maßnahmen mit diesem Grundsatz sehnen sich die meisten Marketingabteilungen. Nicht zuletzt deshalb verlagern sich immer mehr Marketingaktivitäten in die Online-Welt. Der absolute Klassiker ist dabei zweifelsohne die E-Mail oder besser gesagt das E-Mail-Marketing. Erfahren Sie, warum Sie diesen Kanal unbedingt in Ihre Marketingstrategie einplanen sollten, welche Strategien Sie wie umsetzen sollten, weshalb er alles andere als veraltet ist und wie Sie Ihr Mailing maximal optimieren können.

 

5 Gründe warum E-Mail-Marketing wichtiger denn je ist

Anders als bei Kreativkampagnen und werbetechnischen Prestigeprojekten, geht es beim E-Mail-Marketing vor allem um eins: eindeutige Information – startend mit der Betreffzeile. Eine direkte Ansprache und klare Kommunikation sollen den Empfänger der Marketingmail motivieren, sich weiter mit einer Sache (in der Regel einem Produkt oder Service) zu beschäftigen – oder diese bestenfalls sofort zu kaufen. Wie Sie Ihren Kunden die Vorteile einer Newsletter-Anmeldung schmackhaft machen, lesen Sie in unserem Artikel “Erfolgreich einen Newsletter aufbauen”.

 

Vom klassischen elektronischen Werbemailing abzugrenzen ist der Newsletter. Zwar kann auch dieser Teil einer Marketingstrategie sein, er hat jedoch meist einen eher journalistischen Charakter. 

 

Überzeugende Inhalte zu liefern und trotzdem textlich knapp und konkret zu bleiben, ist der Drahtseilakt, der gutes E-Mail-Marketing ausmacht. Wenn Sie diesen meistern, können Sie von vielen Vorteilen profitieren:

1. Marketing-E-Mails zeigen Wirkung

Die erste E-Mail-Kampagne wurde schon 1978 versendet. Dass E-Mail-Marketing auch über 40 Jahre später noch zum Einsatz kommt, hat einen Grund: Es funktioniert. So bewerten laut dem 2019er Bericht des Marktforschungsunternehmens Ascend2 66 Prozent aller Marketingexperten ihr Mailing als erfolgreich. 21 Prozent nennen es sogar „sehr erfolgreich“.

Quelle: „50 bewährte Praktiken für E-Mail-Marketer“ Report

 

2. Der Erfolg von E-Mail-Marketing ist (vergleichsweise) präzise messbar

Dass Marketer ihre E-Mail-Kommunikation als erfolgreich sehen, kommt nicht von ungefähr. Bei entsprechenden technischen Voraussetzungen können Sie sehr gut nachvollziehen, ob Ihre Mail zum einen überhaupt geöffnet wurde und zum anderen überzeugen konnte. So gibt die Öffnungsrate an, wieviel Prozent der Empfänger die zugestellte Mail geöffnet haben. Außerdem wird zwischen eindeutigen Öffnungen und Gesamtöffnungen unterschieden. Die eindeutige Öffnung misst lediglich eine Öffnung pro Empfänger. Die Gesamtöffnungen geben alle Öffnungen an, auch wenn Ihr Empfänger Ihr Mailing mehrmals geöffnet hat. Die sogenannte Click-Through-Rate (CTR, auch: Klickrate) geht noch ein wenig mehr ins Detail. Sie zeigt an, wie viele Empfänger auf einen Link (zum Beispiel zu Ihrem Onlineshop oder einer direkten Kaufoption) in der E-Mail geklickt haben. Wenn Sie sich intelligenter Software bedienen, können Sie sogar noch eine ganze Reihe weiterer Informationen bekommen – beispielsweise Statistiken zum Interesse in verschiedenen Zielgruppen. Das macht es ihrem Unternehmen möglich, Zielgruppen entsprechend zu segmentieren und personalisierte Inhalte zu versenden.

Mehr über die Definition ihrer KPI’s und wie Sie diese im Blick behalten, um den Erfolg Ihres Marketings verzeichnen zu können, lernen Sie in unserem Artikel zum Thema Newsletter-Tipps.

3. E-Mail-Marketing benötigt wenige Ressourcen

Zweifelsohne sind textliche Fähigkeiten vonnöten, um eine gute Marketingmail zu verfassen. Hinzu kommt die grafische Umsetzung und Bedienung einer Software. Das ist zwar nicht trivial, im Gegensatz zu vielen anderen Marketingmaßnahmen aber relativ überschaubar. Zumal es – anders als beispielsweise bei einem Flyer – kaum einen Unterschied macht, ob Sie sie anschließend nur einmal oder millionenfach verschicken.

4. E-Mail-Marketing bietet viele Einsatzmöglichkeiten

Nicht jede E-Mail dreht sich ums Kaufen und Verkaufen. Sie können Marketingmails auch nutzen, um Awareness für Ihr Unternehmen zu schaffen, persönliche Bindung zu Kunden aufzubauen oder um Leads zu generieren. Vielseitig ist E-Mail-Marketing auch in Sachen Zielgruppen: Einerseits können Sie eine breite Masse erreichen, da E-Mails grundsätzlich in jeder Generation eine Rolle spielen. Im Gegensatz dazu sprechen andere digitale Kanäle wie Social Media eher die Jüngeren an, Printmedien wiederum die Älteren. Zudem können Sie E-Mails aber auch mit relativ wenig Aufwand individualisieren und perfekt auf spezifische Gruppen (oder Einzelpersonen) zuschneiden.

5. Sie können Marketing-E-Mails frei gestalten

Natürlich hat auch das Medium der E-Mail seine Limitierungen: Sie wollen schließlich weder das Postfach des Empfängers sprengen noch eine von Darstellungsfehlern zerschossene Mail versenden. Alles in allem bietet eine E-Mail jedoch viele Möglichkeiten. Sie können beispielsweise Videos einbetten, auf Landingpages verlinken und die Optik der Mail entsprechend des Corporate Designs Ihres Unternehmens gestalten. Sie sollten allerdings darauf verzichten, Dateien anzuhängen, da das in der Praxis als Anzeichen von Spam gewertet werden.

Quelle: „50 bewährte Praktiken für E-Mail-Marketer“ Report

 

9 Tipps, mit denen Ihr E-Mail-Marketing gelingt

Falls Verkaufsförderung per Mail bisher kein Thema für Ihr Unternehmen war, haben wir Sie hoffentlich spätestens jetzt davon überzeugt, dies schnellstmöglich ändern. Schließlich ist E-Mail-Marketing eine großartige Chance, um neue Kunden anzusprechen und bei alten in Erinnerung zu bleiben. Nun wissen Sie als Unternehmer aber vermutlich nur zu gut, wie viele Nachrichten täglich im digitalen Briefkasten landen. Mit unseren Tipps schaffen Sie es, trotzdem die Aufmerksamkeit Ihrer Empfänger zu bekommen.

1. Überlegen Sie sich eine Strategie

Wie jede werbliche Kommunikationsmaßnahme erfordert auch das E-Mail-Marketing einen gewissen theoretischen Unterbau. „Einfach rausschicken“ ist wenig zielführend. Machen Sie sich stattdessen vorab Gedanken, wen Sie erreichen möchten und was Ihr Ziel ist. Gestalten Sie Ihre E-Mail anhand dieser Parameter. Überlegen Sie außerdem, wie Folgemailings aussehen könnten, und stellen Sie einen Zeitplan auf.

2. Empfänger sammeln

Bevor Sie mit dem Verschicken loslegen können, brauchen Sie natürlich Empfänger. Doch wie sammeln Sie E-Mail-Adressen potenzieller Interessenten? Sie können natürlich zunächst einmal auf Ihrer Website dazu aufrufen, sich für den Newsletter Ihres Unternehmens anzumelden. Dabei sollte aber ein klarer Nutzen für den Abonnenten kommuniziert werden. Auch Gewinnspiele, Events, kostenlose Downloads oder Rabattaktionen sind dankbare Optionen, um Adressen zu erhalten.

3. Formulieren Sie einen klaren Call-to-Action (CTA)

Zur Erinnerung: Beim E-Mail-Marketing zählt konkrete Kommunikation. Neben einem informativen Haupttext sollten Marketingmails auch eindeutige Aufforderungen enthalten. CTAs lassen sich perfekt mit Buttons und Links kombinieren, die ins Auge springen und Interessenten direkt auf eine Landingpage oder ähnliches weitergeleiten.

4. Fokussieren Sie sich auf Kundenbedürfnisse

Fragen Sie sich einmal, was Sie dazu bewegt, eine E-Mail zu öffnen oder direkt zu löschen. Versetzen Sie sich in Ihre Kunden und versuchen Sie mit jeder Mail einen Mehrwert anzubieten. Und bedenken Sie die Betreffzeile: Diese sollte es dem Empfänger quasi unmöglich machen, die E-Mail zu ignorieren. A/B Tests können Ihnen dabei helfen, Ihre Zielgruppe besser kennenzulernen und zu erfahren, welche Betreffzeilen am besten funktionieren.

Quelle: „50 bewährte Praktiken für E-Mail-Marketer“ Report

 

5. Optimieren Sie Ihre Marketing-E-Mails für Mobilgeräte

Obwohl E-Mails zunehmend auf Smartphones gelesen werden, gestaltet so manches Unternehmen seine Marketingmails nach wie vor für Desktop-Ansichten – ein Fehler, den Sie unbedingt vermeiden sollten. Setzen Sie auf responsives Design und bauen Sie nicht zu viele Bilder und Videos ein (Stichwort mobile Daten). Auch wenn Sie bei Ihrer täglichen Arbeit vermutlich am Desktop sitzen, denken Sie daran die Mail auch einmal über Ihr Smartphone zu öffnen.

6. Nehmen Sie Ihre Ergebnisse genau unter die Lupe

Damit Sie wissen, wie gut Ihr Mailing bzw. Ihre Kampagne funktioniert, ist eine eingehende Ergebnisanalyse unerlässlich – je detaillierter desto besser. Dadurch wissen Sie, was geht und was nicht, und können weiteres Vorgehen ableiten. Die oben genannten gängigen KPIs helfen Ihnen dabei. Aber auch weniger bekannte, dadurch aber nicht weniger relevante KPIs können helfen:

7. Die Click-to-Open Rate als Orientierungshilfe für Content-Creation 

Wie wichtig personalisierter Content ist und ob er ggf. angepasst oder verbessert werden muss, lässt sich anhand der Click-to-Open-Rate (CtOR) ablesen. Sie beschreibt das Verhältnis von Link-Klicks zu Öffnungen. Im Gegensatz zur Klickrate werden also nicht alle Empfänger des Newsletters berücksichtigt, sondern nur diejenigen, die ihn tatsächlich geöffnet haben.

8. Es muss gewährleistet werden, dass die Mails beim Empfänger ankommen

Damit das Interesse der Abonnenten durch kreativen Inhalt überhaupt geweckt werden kann, muss die E-Mail auch bei Ihnen ankommen. Dazu sollte versucht werden die Bounce Rate so gering wie möglich zu halten. Sie gibt den prozentualen Anteil der fehlgeschlagenen Zustellungen an. Ein Grund für eine fehlerhafte Zustellung ist z. B. eine falsche E-Mail Adresse unter den Kontakten.

9. Nutzen Sie intelligente Tools

Machen Sie sich die Arbeit so leicht wie möglich. Verwenden Sie eine Software, mit der Sie ohne großen Aufwand E-Mails personalisieren und individualisieren können. Das beginnt mit dem automatischen Anpassen des Empfängernamens und reicht bis hin zu komplett eigenständigen Designs für jede Zielgruppe. Noch wichtiger ist ein smartes Tool für die Auswertung von Kundendaten. Ab einer bestimmten Zahl an Mailempfängern ist es unmöglich, sämtliche Daten manuell zu analysieren, geschweige denn diese strategisch zu verwerten. Hier kann eine Software mit künstlicher Intelligenz (KI) wahre Wunder wirken und Ihr E-Mail-Marketing maximal optimieren.

Quelle: „50 bewährte Praktiken für E-Mail-Marketer“ Report

 

Das optimale E-Mail-Marketing

Mit E-Mail-Marketing können Sie potenzielle Kunden so direkt und einfach erreichen wie mit kaum einer anderen Maßnahme. Doch auch für Stammkunden ist Marketing per Mail sinnvoll, können Sie doch mit Treueaktionen oder interessanten Inhalten deren Kundenloyalität festigen. 


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