Digital Commerce: Trends & Tipps
Alles, was Sie über Digital Commerce wissen müssen und wie sich Unternehmen im starken Wettbewerb positionieren.
Alles, was Sie über Digital Commerce wissen müssen und wie sich Unternehmen im starken Wettbewerb positionieren.
Digital Commerce ist aus dem modernen Einkaufsalltag nicht mehr wegzudenken. Es dürfte schwer fallen, jemanden zu finden, der:die in der letzten Woche kein Produkt oder keine Dienstleistung online gekauft hat. Tatsächlich finden die meisten Kundeninteraktionen inzwischen online statt. Um die Herzen und Geldbörsen der Kund:innen zu gewinnen, müssen Unternehmen immer beeindruckendere Digital-Commerce-Erfahrungen bieten.
Digital Commerce bedeutet mehr, als nur eine Onlinepräsenz aufzubauen. Es geht darum, die Kundenerwartungen durch Personalisierung, Komfort und einzigartige Nutzererfahrungen zu übertreffen. Hier finden Sie alles, was Sie dafür wissen müssen.
Digital Commerce umfasst das gesamte Ökosystem, das den Onlineverkauf Ihrer Produkte ermöglicht. Es ermöglicht komfortable, effiziente Transaktionen und gibt Unternehmen und Kund:innen die Freiheit, ohne physische Nähe zu verkaufen und einzukaufen.
Verdeutlichen wir die Definition von Digital Commerce an einem Beispiel aus dem Alltag:
Ein Sonntag, Martina sitzt am Frühstückstisch und scrollt durch Facebook. Ihre Aufmerksamkeit bleibt an einer Werbeanzeige hängen. Sie will mehr erfahren und klickt. Im Onlineshop des Anbieters findet sie weitere Informationen zum Produkt. Restlos überzeugt ist sie aber noch nicht, denn eine wichtige Frage schwirrt ihr durch den Kopf. In diesem Moment ploppt der Chatbot auf und fragt, ob sie Hilfe benötigt. Martina nimmt das Angebot an und erhält eine schnelle Antwort auf ihre Frage. Nun ist sie überzeugt: Das Produkt landet im Warenkorb und kurze Zeit später schließt sie den Kauf ab. Anschließend kann sie den Status ihrer Bestellung auf der Website oder in der App einsehen, immer in Echtzeit. So ist sie bestens informiert, bis schließlich der Postbote an der Tür klingelt und das Paket bei ihr zuhause eintrifft.
Neue Trends entstehen. Technologien entwickeln sich weiter. Kund:innen verhalten sich anders. Digital Commerce ist ständig im Wandel – und Führungskräfte müssen wissen, wohin sich der Markt bewegt. Hier sind einige aktuelle Zahlen, die einen Überblick über den Stand des Digital Commerce im Jahr 2026 geben:
Die Vorteile des Digital Commerce liegen für B2B- und B2C-Unternehmen klar auf der Hand. Nicht umsonst steigen immer mehr Akteure in den vielversprechenden Markt des Online-Handels ein. Die wichtigsten Punkte haben wir kurz und kompakt zusammengefasst:
Die jüngsten KI-Fortschritte haben die Commerce-Landschaft bereits verändert – sowohl aus Unternehmens- als auch aus Kundenperspektive: 81 % der Kund:innen erwarten angesichts des technologischen Fortschritts einen schnelleren Service und 73 % erwarten eine bessere Personalisierung. Da die Kundenerwartungen steigen, müssen Unternehmen sich anpassen, um Schritt zu halten. Hier sind einige E-Commerce-Trends, die sich daraus ergeben.
Generative KI ist ein Gewinn für die Produktivität und die Customer Experience. Wer frühzeitig auf KI gesetzt hat, verzeichnet bereits spürbare Ergebnisse. Beeindruckende 84 % berichten von moderaten bis erheblichen Verbesserungen bei der Betriebseffizienz und Mitarbeiterproduktivität. Möglich machen das KI-Tools für den Commerce – etwa für das Verfassen von Produktbeschreibungen, das Merchandising und sogar die generative Seitengestaltung von E-Commerce-Websites. Auch die Customer Experience profitiert von KI: Mehr als ein Drittel der Commerce-Fachkräfte führt deutliche Verbesserungen bei der Kundenzufriedenheit, Produktentdeckung, Kundenbindung und Personalisierung auf KI zurück.
Composable Commerce ist auf dem Vormarsch. Commerce-Teams investieren in moderne Architekturen, um Innovationen flexibler, schneller und unabhängiger vorantreiben zu können. Composable Commerce bietet erhebliche Vorteile hinsichtlich der Markteinführungszeit und der schnellen Entwicklung neuer Shop-Erfahrungen. Durch diesen Ansatz können Entwicklungsteams verschiedene Technologien kombinieren, die den jeweiligen geschäftlichen Anforderungen und Zielen am besten entsprechen – und so nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur individuellen Anpassung bieten. Deshalb haben 46 % der IT-Teams bereits eine Composable-Architektur, während 43 % die Einführung planen.
Unternehmen betten Commerce in die gesamte Customer Journey ein. Vorbei sind die Zeiten, in denen Kund:innen einen voll ausgestatteten digitalen Shop besuchen mussten, um etwas zu kaufen. Heute ist das überall möglich. Die meisten Organisationen integrieren Transaktionsfunktionen mittlerweile über Vertriebs-, Service- und Marketing-Touchpoints in den Geschäftsablauf. Mit Embedded Commerce kann jede Kundeninteraktion zum Kaufmoment werden. Servicemitarbeiter:innen können „Pay Now“-Links per Direktnachricht versenden, Marketingteams können Retargeting-E-Mails mit integrierter Zahlungsfunktion verschicken und Social-Media-Beiträge sind heutzutage „shoppable“.
Das Erfolgsrezept für erfolgreichen Digital Commerce heißt: Agilität. Unternehmen müssen Prozesse und Strukturen schaffen, die es ihnen erlauben, flexibel auf die dynamischen Marktanforderungen zu reagieren. Ein Umdenken der Geschäftsmodelle ist gefragt: Weg von starren Silos hin zum Denken in Customer Journeys. An die Stelle von statischen Produkttexten treten personalisierte Kaufargumente. Und einzelne Zielgruppen werden mithilfe von vordefinierten Prompts zielgerichtet angesprochen.
Doch beginnen wir am Anfang. Die folgenden neun Schritte zeigen Ihnen, wie Sie eine effektive E-Commerce-Strategie entwickeln und welche Faktoren einen wettbewerbsfähigen Digital Commerce ausmachen.
Unabhängig von Ihren Zielkund:innen hat Digital Commerce immer ein übergeordnetes Ziel: Ihr Unternehmen durch höhere Umsätze und eine stärkere Kundenbindung weiter auszubauen. Oft fühlt sich Erfolg aber wie ein bewegliches Ziel an, weil Commerce schnelllebig ist und sich die Märkte ständig verändern. Bei neuen Herausforderungen kann es dann auch mal holprig werden. Doch wir zeigen Ihnen, wie Sie reibungslos vorankommen.
Steigende Kundenerwartungen: Mit der technologischen Entwicklung wachsen auch die Erwartungen der Kund:innen. Fast zwei Drittel (64 %) der Commerce-Führungskräfte sagen, dass es schwieriger denn je ist, diese Erwartungen zu erfüllen. Käufer:innen wünschen sich Personalisierung, Komfort und Erfahrungen, die ihren individuellen Präferenzen entsprechen. Daher muss Ihr Unternehmen flexibel und schnell sein. Um agil zu bleiben, sollten Sie eine E-Commerce-Plattform einführen, die rasche Änderungen am Frontend ermöglicht. Außerdem brauchen Sie Tools, mit denen Sie Ihre Kundendaten optimal nutzen können. Das ist der Schlüssel, um die Herzen und Geldbörsen potenzieller Kund:innen zu gewinnen.
Neue Technologien: Manchmal ist es gar nicht so einfach zu wissen, wo man bei der Einführung neuer Technologien beginnen soll (oder ob man überhaupt damit anfangen sollte), um das eigene Unternehmen voranzubringen. Viele Unternehmen investieren in neue Technologien, die sich als kurzlebige Modeerscheinungen entpuppen. Umgekehrt wirken manche Neuerungen zunächst wie Spielerei, werden aber innerhalb weniger Jahre zum unverzichtbaren Standard. Wie lässt sich am besten beurteilen, ob eine neue Commerce-Technologie sinnvoll ist? Mit einer konsequenten Kundenorientierung. Führen Sie neue Technologien erst ein, wenn Sie die Kundendaten analysiert und den potenziellen Mehrwert für Ihre Kund:innen und Ihr Unternehmen bewertet haben.
Steigende Kosten: Commerce-Fachkräfte nannten die Inflation als ihre größte Herausforderung. Wie können Sie also Ihre Margen und Ihren Umsatz steigern und gleichzeitig Erfahrungen bieten, aufgrund derer Ihre Kund:innen immer wieder zurückkommen? Dabei kommt es oft auf die Wahl der richtigen Technologiepartner, die Automatisierung aufwendiger manueller Prozesse und auf klare Erfolgskriterien für jede neue Digital-Commerce-Initiative an.
Der Verlust der menschlichen Seite: Automatisierung ist entscheidend, um Ihr Unternehmen zu skalieren und auszubauen – zumal 65 % der Commerce-Fachkräfte angeben, mit weniger Ressourcen mehr leisten zu müssen. Es ist jedoch entscheidend, dass Sie die richtigen Aufgaben automatisieren und dass sich die Customer Experience weiterhin menschlich anfühlt. Um das zu erreichen, müssen Ihre Teams die automatisierten Aufgaben auf Richtigkeit und Markenkonsistenz überprüfen und validieren. Das ist entscheidend, wenn Sie Ihr Unternehmen mit KI und Automatisierung weiterentwickeln. Tatsächlich ist es für 80 % der Kund:innen wichtig, dass Menschen die Ergebnisse der KI überprüfen.
Ohne Ziele keine Richtung. Legen Sie von Anfang an fest, welche Ergebnisse Sie mit Ihrem Digital Commerce erreichen wollen. Die Ziele sollten möglichst konkret sein. Ein bewährter Ansatz ergibt sich aus der sogenannten SMART-Formel. Demnach sollen Ziele spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und terminiert sein.
Um den Erfolg Ihrer Strategie zu messen, sollten Sie außerdem spezifische Key Performance Indicators (KPIs) bestimmen. So sind Sie jederzeit in der Lage, die Wirksamkeit der Maßnahmen zu evaluieren und bei Bedarf frühzeitig einzugreifen. Mögliche Online-Marketing-KPIs sind zum Beispiel die Absprungrate, die Konversionsrate, die Warenkorb-Abbruchrate oder der Website-Traffic.
Im nächsten Schritt wählen Sie die technische Basis, die Digital-Commerce-Plattform, aus. Diese Entscheidung sollten Sie nicht leichtfertig treffen. Nicht nur das Budget und die Anforderungen Ihres Unternehmens spielen eine Rolle, sondern auch der langfristige Plan für die Zukunft. Möchten Sie beispielsweise in neue Märkte expandieren und zusätzliche Kanäle bespielen, muss die Digital-Commerce-Plattform das hergeben – und zwar ohne, dass Sie Unmengen an Aufwand und Geld investieren müssen.
Grundsätzlich stehen zwei Arten von E-Commerce-Software zur Wahl: On-Premise-Lösungen oder Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS). Bei Ersterem hosten Sie Ihren Onlineshop selbst, haben dadurch die volle Kontrolle, aber auch die volle Verantwortung. Implementierung, Wartung, Upgrades und Co. sind mit hohen Kosten und Aufwand verbunden. Außerdem ist ein Expertenteam mit umfassendem Fachwissen die Grundvoraussetzung.
Für viele Unternehmen sind SaaS-Lösungen die bessere Wahl. Hier nutzen Sie die Software eines Drittanbieters, der auch das Hosting sowie Implementierungs- und Wartungsaufgaben übernimmt. Darüber hinaus verfügen intelligente Tools über Headless- und Composable-Architekturen, die eine flexible Skalierbarkeit und eine kurze Time-to-Market ermöglichen.
Ein umfassendes Portfolio an Funktionen rund um Commerce, Payment, Order Management und Co.
Über welche Kanäle können Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen? Ob Onlineshop, Social Commerce oder stationäres Geschäft – nun gilt es, die passenden Kanäle für Ihren Digital Commerce zu wählen. Doch damit ist es nicht getan. Um schnell auf die sich ständig ändernden Anforderungen Ihrer Kund:innen reagieren zu können, müssen Sie Silo-Strukturen aufbrechen und ein nahtloses Kauferlebnis schaffen. Die Grundlage für einen solchen Omnichannel-Ansatz bildet Ihre Digital-Commerce-Plattform. Sie führt alle Kanäle inklusive der vorhandenen Daten an einem zentralen Ort zusammen. So stehen an jedem Kontaktpunkt die gleichen Informationen in gleicher Qualität zur Verfügung – sowohl für Mitarbeiter:innen als auch für Kund:innen. Das Ganze geschieht in Echtzeit, sodass eine lückenlose Verknüpfung aller Touchpoints und Kanäle entsteht.
Ein Beispiel: Ein Kunde kauft über den Onlineshop ein Produkt, entscheidet sich aber, es zu retournieren. Er geht zu einer stationären Filiale in der Nähe und gibt das Produkt zurück. Daraufhin prüft er in der Smartphone-App den aktuellen Status seiner Retoure. Bei Fragen kann er sich über alle Kanäle an die Service-Mitarbeitenden wenden und überall eine einwandfreie Beratungsqualität erwarten.
Wie es gelungen ist, alle alle On- und Offline-Kanäle zu einem Omnichannel-Erlebnis zu verzahnen.
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